Eine Wetter-App öffnen, kurz die Nachrichten lesen oder ein Spiel starten – und dabei möglicherweise Standortdaten weitergeben, die später bei Datenhändlern landen?
Eine gemeinsame Recherche von netzpolitik.org und dem Bayerischen Rundfunk zeigt, wie groß der Handel mit Standortdaten inzwischen ist. Ein untersuchter Datensatz enthielt 380 Millionen Standortdaten aus 137 Ländern und Verbindungen zu rund 40.000 Apps.
Besonders brisant: Bei manchen Apps waren die Standortdaten so genau, dass sich daraus Rückschlüsse auf Aufenthaltsorte und sogar Bewegungsprofile ziehen ließen. Daten, die ursprünglich etwa für Werbezwecke gesammelt werden, können so plötzlich viel mehr über einen Menschen verraten als erwartet. Die ARD-Dokumentation „Gefährliche Apps – Im Netz der Datenhändler“ greift die Databroker-Files-Recherchen auf und zeigt anhand konkreter Fälle, welche Folgen der Handel mit Standortdaten haben kann.
Lesetipp: Databroker Files bei netzpolitik.org
Filmtipp: „Gefährliche Apps – Im Netz der Datenhändler“ in der ARD Mediathek



